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Digitale Transformation gemeinsam gestalten

Antonia Laier
Verfasst von Antonia Laier

06. Juni 2019

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Active Sourcing ist zwar keine Allzweckwaffe im proaktiven Recruiting, kann aber bei  guter strategischer Planung dabei helfen, den perfekten Kandidaten schnell zu finden. Coach Ulrike Ripper weiß, worauf es ankommt. 

Für alle, die mit dem Begriff Active Sourcing noch nicht so viel anfangen können: Kurz und knapp erklärt, was ist Active Sourcing?

 Active Sourcing ist die proaktive Kandidatensuche/-ansprache für klar definierte Positionen. Der Bewerberprozess dreht sich um: der Sourcer (als Teil des HR) übernimmt den aktiven Part! Dies kann sowohl offline als auch online erfolgen. Dabei unterteilen wir den Prozess in die Suche, den Ident und die individuelle aktive Ansprache.

Warum nimmt das proaktive Recruiting heutzutage einen so hohen Stellenwert ein? Eignet sich diese Art der Ansprache für alle Ziel-/Altersgruppen gleichermaßen?

 Den hohen Stellenwert sehe ich in den herrschenden Fachkräftemangel. Es gibt einfach mehr offene Positionen als dafür geeignete Bewerber. Wir müssen um die Talente kämpfen und das geht nicht, indem wir weiter nachdem klassischen Post and Pray Prinzip vorgehen. Wie schon gesagt, ist der hohe Stellenwert des Active Sourcings im Fachkräftemangel zu sehen, was auch bedeutet, dass die Zielgruppe des Active Sourcing vor allem darin begründet ist – Altergsgruppen unabhängig. Was aber auch wiederum bedeutet, dass Active Sourcing nicht für alle Zielgruppen geeignet ist. Ich bin nach wie vor überzeugt, dass z.B. Positionen im Bereich der Montage gut über klassische Anzeigen gefunden werden können. Zusätzlich muss die Zielgruppe beim Active Sourcing auch online verfügbar sein. Ein Fakt der auch nicht immer zutreffend ist.

Lesetipp zum Thema: Recruiting 4.0: Talente aktiv suchen, gewinnen und binden

Wie grenzt sich Active Sourcing vom klassischen Headhunting ab?

Der Unterschied liegt in der Form der Ansprache. Beim Active Sourcing werden die Ansprachen ausschließlich schriftlich durchgeführt. Man setzt sich bereits vorab mit den Kandidaten auseinander und definiert eine klare Anzahl von Kandidaten, mit denen man in die Kommunikation geht. Hier gilt Qualität vor Quantität. Zudem werden Informationen zum Auftraggeber sehr schnell und detailliert offengelegt. Beim klassischen Headhunting erfolgt die Kontaktaufnahme telefonisch. Hier geht es in erster Linie um das Erfragen der Interesse und um die Möglichkeit eines weiterführenden Telefonates indem dann weitere Punkte besprochen werden können. Hier steht die Quantität erst einmal im Vordergrund.

Beim Thema Active Sourcing denken viele an eine Kontaktaufnahme via LinkedIn oder Xing. Welche Kanäle gibt es noch?

Das sind 2 von vielen Möglichkeiten. Es gibt unterschiedliche Methoden die über Xing und LinkedIn hinausgehen – sogar viel erfolgreicher sind. Ein Thema welches wir definitiv in dem Expert Kurs behandeln werden. (Am 17. Juni 2019 startet der Online-Zertifikatskurs Active Sourcing Expert mit Ulrike Ripper. Im Rahmen von sechs Live-Sessions erarbeiten die Teilnehmer erfolgreiche Active Sourcing Stragien zur direkten Anwendung in der Praxis.)

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Wann sind Sie persönlich zum ersten Mal mit dem Prozess des Active Sourcing in Berührung gekommen?

Ich selber bin vor 12 Jahren das erste Mal mit dem Thema Active Sourcing in Berührung gekommen. Neben dem Doing war es damals meine Aufgabe einen Active Sourcing Prozess bei einem führenden Automobilzulieferer aufzubauen.

Welche Themenschwerpunkte behandeln Sie im Rahmen des OZK Active Sourcing Expert? Für wen eignet sich die Teilnahme?

Die Teilnahme eignet sich für jeden, der sich mit dem Thema schon einmal beschäftigt hat und gewisse Grundkenntnisse mitbringt.

Der Kurs selber beinhaltet die folgenden Schwerpunkte:

  • Workshop 1: Grundlagen des Active Sourcing
  • Workshop 2: Erfolgsfaktor: Die Candidate Persona
  • Workshop 3: Boolesche vs. Semantische Suche vs. X-Ray Search
  • Workshop 4: Talentsuche 4.0 – Beyond Social Media
  • Workshop 5: Online Kommunikation – die erfolgreiche Kandidatenansprache
  • Workshop 6: Talent Relationship Management – das Active Sourcing der Zukunft

 

Abschließend: Gibt es einen einfachen Praxis-Tipp für alle HR-Verantwortlichen dort draußen?

 Mein Praxis-Tipp für Sie:

Active Sourcing ist keine Allzweckwaffe und bedarf mehr als einfach ein wenig im Netz suchen.
Bei einer guten und strategischen Planung kann man jedoch damit sehr erfolgreich sein. Vor allem wenn man nicht vergisst, dass der Mensch bei all unseren Handeln im Mittelpunkt stehen sollte und nur er der Schlüssel zum Erfolg ist.

 

Ulrike RipperRecruiting-Coach und Consultant Ulrike Ripper, vormals Senior Recruiter bei einem führenden Automobilzulieferer, berät Unternehmen zu den Themen Recruiting, Employer Branding und Talent Management. Im Rahmen der WEKA Learning Group gibt sie ihr Wissen an die Teilnehmer der Recruiting 4.0 und Active Sourcing Expert Kurse weiter.

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