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Digitale Transformation gemeinsam gestalten

Dominic Lindner
Verfasst von Dominic Lindner

11. September 2019

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Der Business Model Navigator ist ein  moderner Werkzeugkasten, mithilfe dessen  Unternehmen ihre bestehenden Prozessabläufe und Geschäftsmodelle optimieren und innovieren können. Wie er funktioniert und welche Mehrwerte er in der Zeit des digitalen Wandels bietet, fassen wir zusammen.

Für Unternehmen wird es immer wichtiger, sich den Veränderungen am Markt anzupassen, um gegenüber der wachsenden Konkurrenz wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei hat sich die Innovationsfähigkeit des eigenen Geschäftsmodells als Dreh- und Angelpunkt des wirtschaftlichen Erfolgs einer Organisation herauskristallisiert. Der St. Galler Business Model Navigator ist in diesem Zusammenhang ein hilfreiches Tool für Führungskräfte, anhand von 55 Geschäftsmodellmustern sowie einer vierstufigen Vorgehensweise das eigene Unternehmen zu innovieren und laufend an die Wettbewerbsbedingungen des Marktes anpassen zu können.  Es handelt es sich um eine auf Prozesse orientierte Methodik zur Entwicklung und Innovation von Geschäftsmodellen auf Basis spezieller Techniken.

Die Bedeutung des Business Model Navigators

Sie als Manager eines Unternehmens tragen durch die Führung Ihrer Mitarbeiter und die Entwicklung von wirtschaftlichen Strategien maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens bei. Um hier die richtigen Maßnahmen zu treffen, ist es wichtig, dass Sie den Markt Ihrer Produkte oder Dienstleistungen fortlaufend beobachten und sich den gegebenen Veränderungen anpassen. Dafür bedarf es von Ihrer Seite nicht nur genügend Aufmerksamkeit und Fingerspitzengefühl, sondern auch der Eigenschaft für innovatives Denken und Handeln. Mit anderen Worten: Sie müssen innovative Geschäftsmodelle entwickeln, die aktuellen Anforderungen gerecht werden. Auf Basis dieser wichtigen Erkenntnis, hat die Universität St. Gallen in einer eigenen Studie ermitteln können, dass 90% aller neuen Geschäftsmodelle meist nur eine Re-Kombination bereits bestehender Muster sind. Anhand dieser Ergebnisse der Studie wurde schließlich der Business Model Navigator entwickelt, der Führungskräfte dabei unterstützen soll, anhand der vier Phasen Initiierung, Ideenfindung, Integration und Implementierung neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Lesen Sie auch: Digitale Geschäftsmodelle - Definition und Potentiale

Dazu wurden 55 verschiedene Muster von Geschäftsmodellen ermittelt, die alle, in unterschiedlicher Kombination und Bedeutung, aus den vier Kernkomponenten Zielgruppe, Nutzungsversprechen, Wertschöpfung und Ertrag bestehen. Das sogenannte „Wer-Was-Wie-Wert-Konzept“ zielt dabei sowohl auf die äußere als auch die innere Dimension von Unternehmen ab, indem es sich mit den folgenden vier Fragen befasst:

Externe Dimension:

  • Wer sind die Kunden?
  • Welches Versprechen wird den Kunden vermittelt?

Interne Dimension:

  • Wie erfolgt die Wertschöpfung?
  • Wie wird der Ertrag erzielt?

Um nach St. Galler Business Model Navigator eine Innovation des eigenen Geschäftsmodells zu erzielen, müssen dabei mindestens zwei der vier Dimensionen revolutioniert werden.

Die drei Basisstrategien für die Implementierung neuer Geschäftsmodelle

Zusätzlich erkennt der Business Model Navigator die drei Basisstrategien Übertragen, Kombinieren und Wiederholen für die Implementierung neuer Geschäftsmodelle:

Übertragen

  • Übertragung einer bestehenden Geschäftsmodellstrategie auf eine andere Branche
    Vorteil: geringe Kosten, Sicherheit durch Best Practice Beispiele

Kombinieren

  • Kombination von mind. zwei bereits bestehenden Geschäftsmodellstrategien auf Basis derer Vorteile
    Vorteil: erhöhte Sicherheit vor Nachahmung, Bewahrung des Wettbewerbsvorteils

Wiederholen

  • Wiederholung einer erfolgreichen Geschäftsmodellstrategie auf einen anderen Produktbereich des Unternehmens
    Vorteil: geringe Kosten, Sicherheit durch Erfahrung

So wenden Sie den Business Model Navigator richtig an

Wie bereits erwähnt, wenden Sie den Business Model Navigator in der vierstufigen Methodik der Phasen Initiierung, Ideenfindung, Integration und Implementierung an. Zur optimalen Strategieentwicklung sieht der Business Model Navigator in der ersten Phase eine Analyse von Umfeld und aktuellen Trends vor. Ihnen als Führungskraft soll damit die Möglichkeit eröffnet werden, Ihre Kunden und den Markt Ihres Unternehmens besser zu verstehen und mögliche Einflussfaktoren zu identifizieren.

 

 

Im nächsten Schritt kommen die 55 verschiedene Muster von Geschäftsmodellen zum Zuge, anhand derer Sie das passende Geschäftsmodell für Ihre Produktidee ermitteln können. Dabei wird in der Regel geraten sich an bereits bestehenden erfolgreichen Geschäftsmodellen in Ihrem Unternehmen zu orientieren oder ganz gegensätzliche unter Betracht zu ziehen. Zudem ist es sinnvoll, aus den 55 Muster-Geschäftsmodellen zunächst eine kleinere Vorauswahl zu treffen, um die endgültige Auswahl zu erleichtern.

Anschließend müssen Sie die Eignung des ausgewählten Geschäftsmodells analysieren. Für die gesamte Methodik wird dabei in der Regel ein mehrtägiges Meeting von bis zu 7 Unternehmensmitgliedern einberufen, bei dem die Teilnehmer am Ende nach kurzer Beschreibung die Vorstellung der finalen Möglichkeiten gemeinsam in mehreren Zyklen über die beste Option entscheiden. Dabei schlägt der Business Model Navigator Ihnen die Orientierung an folgenden wichtigen Eckpunkten vor:

  • Need: Kundenbedürfnisse und Chancen
  • Approach: Leistungsversprechen und Realisierung
  • Benefits: Kundennutzen
  • Competition: Wettbewerb, Konkurrenz, Alternativen

Zusätzlich wird häufig geraten, Arbeitsvorlagen des St. Galler Business Model Navigator zu nutzen sowie einen erfahren Moderator zu engagieren, der bei den einzelnen Phasen beratend zur Seite steht, hilft aus der oft eingefahrenen Branchenlogik auszubrechen und kritische Fragen lösungsorientiert beantworten und damit den Erfolg durch die Anwendung der Methodik maßgeblich beeinflussen kann.

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