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Digitale Transformation gemeinsam gestalten

Antonia Laier
Verfasst von Antonia Laier

31. Januar 2019

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KMU möchten auf den Zug der Digitalisierung aufspringen. Leichter gesagt als getan. Nicht selten verlässt man sich in dieser Zeit der Transformation auf die Unterstützung von Startups. Weshalb der Elektrogroßhändler Sonepar jetzt auf eine digitale Plattform von IT-Startup Energieheld setzt, erfahren Sie im Beitrag.

Der digitale Wandel ist omnipräsent. Buzzwords wie Big Data, Industrie 4.0, digitale Plattformen und Marktplätze lesen oder hören wir täglich. Doch wie gehen gerade kleine und mittlere Unternehmen  mit den Herausforderungen und Chancen der  Transformation um? Welche  Bereiche und Prozesse werden als erstes umstrukturiert, wo macht die Automatisierung und Digitalisierung tatsächlich Sinn? Ist dies geklärt, kann es für viele KMU hilfreich sein, auf bereits bestehende digitale Plattformen mit entsprechender IT-Infrastruktur zurückzugreifen, statt - meist verbunden mit hohem Zeit- und Kostenaufwand - eine entsprechende Plattform selbst  aufzubauen.  Nicht selten sind es gerade Startups, die genau solche Infrastrukturen zur Eingabe, Sammlung und Auswertung digitaler Datenmengen und/oder  der Interaktion  anbieten. Kommt eine Koopeartion zustande, profitieren die "alten Hasen" neben konkreten Dienstleistungen auch noch von weiteren Faktoren - seien es  neue agile Denkansätze und Arbeitsweisen, ein neues Gespür für Trends, eine learning by doing Mentalität oder das Setzen wichtiger Innovationsimpulse. Denn allein mit dem Einführen digitaler Hard- und Software ist es bei weitem nicht getan. Es gilt, bestehende Geschäftsprozesse  und  womöglich zu starre Organisationen zu prüfen und auf lange Frist gesehen zu optimieren.

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Die  Sonepar Deutschland GmbH  ist seit kurzem neuer Partner im Plattform-Programm  hero enterprise  von Energieheld. Der Marktführer im Elektrogroßhandel baut  seine eCommerce-Strukturen  aus und holt sich dabei Unterstützung vom  IT-Startup.  Ganz konkret unterstützt Energieheld hier den Vertrieb der Elektroartikel von Sonepar mit der passenden Software-Infrastruktur für das Handwerk. So hat jeder Handwerkskunde jetzt die Möglichkeit, seine Büro- und Projektarbeit komplett digital umzusetzen - ein kaum zu verleugnender Wettbewerbsvorteil. Die Strukturen bei kleinen, mittelständischen Unternehmen und Konzernen sind oft veraltet und bei weitem nicht so effizient, wie es Kunden von Online-Anbietern gewohnt sind.

Über die Chancen und Hürden der Zusammenarbeit großer, traditionsreicher Mittelständler mit Startups haben wir mit  Michael Kessler, Geschäftsführer und Co-Gründer von energieheld gesprochen.

Welchen entscheidenden Beitrag im Digitalisierungs-Prozess von Sonepar leisten Sie als Plattformanbieter?

Der Erfolg liegt in der Partnerschaft: Sonepar spart Zeit und Kosten und wir können unser Software-KnowHow einbringen – eine klassische Win-Win-Situation. Wir sind für alles Technische verantwortlich, unterstützen die KMU-Partner bei der Umsetzung und das Unternehmen muss keine eigene Software entwickeln und profitiert von unserem IT-KnowHow.

Etwas detailierter: Wir haben für uns selbst die IT-Infrastruktur, also Website mit CRM und integrierter SaaS-Lösung entwickelt und können sie dementsprechend anpassen und individuell auf die Bedürfnisse der Partnerfirmen zuschneiden. Genau das funktioniert beispielsweise mit Sonepar besonders gut, weil wir deren Online-Shop nahtlos in die Handwerkersoftware eingefügt haben. So können die Handwerksbetriebe in der Software zum Beispiel ihre Rechnung einfach per Drag and Drop erstellen und gleichzeitig genau die Artikel bestellen, die sie für das Projekt brauchen – alles integriert und mit wenigen Klicks erledigt. Das spart Zeit und Kosten auf beiden Seiten. Man könnte auch sagen, die Beziehung zum Kunden wird vereinfacht.

 Warum ist eine solche digitale Kundenbindung für KMU wie Sonepar wichtig?

Über 80 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher recherchieren online zu Produkten und Dienstleistungen. Klare, verständliche Informationen und Transparenz im Abwicklungsprozess sind elementar, um diese Kundinnen und Kunden zu überzeugen und langfristige Bindungen aufzubauen. Ist der digitale Service nicht ausreichend, gehen sie im schlimmsten Fall zur Konkurrenz. Wenn KMU ihre „analogen“ Qualitätsleistungen auch digital anbieten und vertreiben, spart das zudem Zeit und macht die Prozesse effizienter. Genau darum geht es. Anstelle von umständlicher Zettelwirtschaft können alle Projekte übersichtlich nachvollzogen werden. So wird noch deutlicher, was im Betrieb funktioniert und wo es besser laufen könnte.

Welche alten Strukturen und Prozesse müssen Ihrer Meinung nach noch überarbeitet werden, um im Zeitalter des digitalen Wandels bestehen zu können?

Wichtig ist vor allem genau zu überlegen, welche Digitalisierungsschritte sinnvoll sind und welche vielleicht nicht. Was kann man digital leichter abbilden? Welche Prozesse brauchen viel Zeit oder Ressourcen und könnten schneller und effizienter digital umgesetzt werden? Oder wo müssen KMU auf digitale Transformationen in der eigenen Branche reagieren? Digitalisierung sollte nicht zum Selbstzweck, sondern zielgerichtet eingesetzt werden. Wer genau weiß, was verbessert werden soll und wie digitale Maßnahmen dabei helfen, hat den schwierigsten Schritt geschafft. Welche Strukturen und Prozesse jeweils überarbeitet werden sollen, hängt dann von der Ausrichtung des Unternehmens ab.

Wie kann solch ein Change-Prozess funktionieren – an welcher Stelle muss man ansetzen?

Wenn die Ziele klar abgesteckt sind ist ganz entscheidend, alle Mitarbeitenden mitzunehmen und genau zu erklären, was sich für sie und ihre Arbeit ändern wird. Oftmals haben die Teams selbst gute Ideen und Vorschläge, was besser laufen könnte. Die Kommunikation im Unternehmen ist also entscheidend, um solche Veränderungen zu meistern. Gerade bei größeren Umstellungsprozessen kann es dann helfen, einen Start-up-Partner zu haben, der diese Situationen kennt und unterstützen kann.

 Welche Hürden müssen KMU noch überwinden?

Zu verstehen, was mit der Digitalisierung im Unternehmen erreicht werden soll, ist sicherlich am Schwersten. Das führt häufig dazu, dass auch die eigene Arbeitsweise und Abläufe kritisch hinterfragt werden müssen. Je nach Betriebsgröße bedeutet das entsprechende Schulungen und Trainings abzuhalten, Ausbildungsprozesse anzupassen und die Kunden richtig über die Versänderungen zu informieren. Dabei gleichzeitig die IT-Entwicklung und Kosten der Umsetzung im Blick zu behalten ist ein enormer Balanceakt, gerade wenn zu wenig Erfahrung mit Softwarethemen das Problem ist. Gerade in solchen Situationen können Partnerprogramme die Unsicherheiten auffangen und die digitale Transformation der KMU unterstützen.

Zu Energieheld:

Energieheld wurde 2012 von Michael Kessler und Philipp Lyding gegründet, um Hausbesitzer bei der energetischen Sanierung zu unterstützen. Mit über 12 Millionen Besuchern, 200.000 Kunden und mehr als 1000 Handwerks-Partnern ist ihre Website  www.energieheld.de  im Bereich energetische Gebäudesanierung heute eine der größten Plattformen Deutschlands. Jeden Tag nutzen Endkunden, Handwerkspartner und Energieheld-Mitarbeiter diese ganzheitliche digitale Plattform.  Seit 2017 bietet Energieheld das erfolgreiche System als digitale Plattform-Lösung  lyke  für StartUps, KMUs und Konzerne an. Zu Partnern gehören die CKW AG, Sonepar, Bosch Buderus uvm.

Bild: Sonepar-Partnertreff im Sommer 2018 (Geschäftsführer und Co-Gründer Michael Kessler (rechts) und Key Account Manager Philipp Masekowitz).

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