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Digitale Transformation gemeinsam gestalten

Dominic Lindner
Verfasst von Dominic Lindner

17. Juli 2019

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Jetzt ist Ihre Kreativität gefragt! Der Aufbau neuer Geschäftsmodelle ist zwar komplex, bietet aber viele Vorteile. Gleichzeitig existieren kaum Methoden, um diese Generierung strukturiert  durchzuführen. Wir stellen drei innovative Techniken vor.

Die Generierung neuer Geschäftsmodelle ist mitunter ein aufwendiges Verfahren, das nicht selten eines gewissen Grads an Kreativität bedarf. Falls Sie sich selbst bereits in einer solchen Situation befunden haben, wissen Sie sicherlich, wie schwer es ist, in diesem Zusammenhang passende Tools und Techniken zu finden. Ziel ist es, einen durchgängigen Plan zu entwickeln, der Ihnen dabei hilft, Geschäftsmodellinnovationen zu visualisieren und in Ihr bestehendes Geschäft zu integrieren. Auch wenn hier in der Regel oftmals auf Methoden wie den Business Model Navigator oder das Business Model Canvas zurückgegriffen wird, gibt es noch weitere Kreativmethoden zur Geschäftsmodellgenerierung. Drei dieser Techniken möchten wir in diesem Artikel näher für Sie beleuchten:

  • Szenario Technik
  • Customer Experience Design
  • Creative Imitation

Szenario Technik: Verfolgung aktueller Trends

Bei der Generierung neuer Geschäftsmodelle ist oftmals nicht von Beginn an klar, welchen Verlauf eine Realisierung letztendlich nehmen wird. Aus diesem Grund kann es hilfreich sein, in der Planungsphase die Szenario Technik heranzuziehen. Hierbei können Sie auf Basis von Trends, die sehr wahrscheinlich Einfluss auf Ihr Geschäftsmodell nehmen werden, verschiedene Zukunftsvisionen abbilden und daraus unterschiedliche Ausprägungen der Trends ableiten. Mithilfe dieser verschiedenen Szenarien können Sie schließlich unterschiedliche Formen von Geschäftsmodellen entwickeln und anschließend im direkten Vergleich die für Sie beste Option herausfiltern. Zusätzlich haben Sie so auch die Möglichkeit, Veränderungen an jeder Stufe der Planungsphase vorzunehmen. Dadurch können Sie aktiv in den Markt einsteigen, anstatt nur reaktiv auf den richtigen Zeitpunkt für eine Implementierung zu warten. 

Customer Experience Design: Orientierung an Kundenbedürfnissen

Beim Customer Experience Design geht es darum, sich explizit an den Bedürfnissen der verschiedenen Kunden zu orientieren. Das bedeutet, dass Sie Ihre Käufer zunächst einmal nach Kundengruppen unterteilen, also z.B. in Großhändler oder kleinere Fachbetriebe und für diese ein Customer Experience Design erstellen. Dafür müssen Sie alle Verknüpfungspunkte (persönlicher Kontakt, Nutzung eines Chatbots etc.), die Sie mit der jeweiligen Kundengruppe verbindet, als eine Art Customer Journey abbilden, um auf Basis deren Potenziale für die Optimierung des Kundennutzen ableiten zu können. Aus diesen Verbesserungsansätzen können Sie anschließend wieder neue Geschäftsmodelle generieren.

2019-06-17 14_28_09-7 Gründe, warum die Digitalisierung unsere Gesellschaft verbessert   Lesen Sie auch: Der Kunde im Fokus

Creative Imitation: Übernahme und Weiterentwicklung bereits bestehender Geschäftsmodelle

Macht man sich bewusst, dass über 90 Prozent aller Geschäftsinnovationen laut einer Studie der Universität St. Gallen aus einer Neukombination von Elementen bereits bestehender Geschäftsmodelle entwickelt werden, erscheint die Methode der Creative Imitation ein erfolgreicher Ansatz zu sein. Zur Anwendung dieser Methode wird gerne der Business Model Navigator mit seinen 55 Geschäftsmodellkarten herangezogen.

Sie können dabei nach einer Vorauswahl von Mustern die vielversprechendsten Geschäftsmodelle in Relation zu Ihrer eigenen Innovationsidee setzen, indem Sie nach zwei Möglichkeiten vorgehen: Sie können entweder nach dem Similarity Prinzip jene Geschäftsmodellkarten auf Ihr eigenes Konzept anwenden, die Ihrem Ansatz ähneln oder solche die in genauem Kontrast dazu stehen (Contrasting Prinzip). Während die erste Variante sinnvoll erscheinen mag, so ergeben sich beim Contrasting Prinzip häufig Zweifel. Grundsätzlich macht die Anwendung auch nicht immer Sinn, in einigen Fällen ergibt sich für Sie jedoch so die Möglichkeit, wirklich innovative neue Geschäftsmodelle zu generieren, weshalb diese Technik auch immer eines gewissen Maßes an Offenheit und Bereitschaft für Neues von Ihrer Seite bedarf.

Fazit: Testen Sie am Markt

Alle drei vorgestellten Techniken eignen sich aufgrund ihres individuellen Schwerpunkts für verschiedene Bereiche von Geschäftsmodellen, weshalb eine Kombination dieser Verfahren eine ganzheitliche und systematische Methode ergeben kann, mit der Sie mehrere Schnittstellen eines erfolgreichen Geschäftsmodells abdecken und damit neue Ideen visualisieren und generieren können.

 

Doch ganz egal, für welche Kreativmethode oder für welche Kombination von Verfahren Sie sich letztendlich bei der Geschäftsmodellgenerierung entscheiden, so sollten Sie der Phase des Probierens und Testens am aktuellen Markt die größte Bedeutung zuschreiben.

Denn nur wenn Sie an dieser Stelle die richtigen Stellschrauben drehen und sich an Ihren Kunden und der Weiterentwicklung Ihrer vorläufigen Geschäftsmodellversion orientieren, haben Sie schließlich die größten Chancen ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu generieren und damit die Weichen für weitere Innovationen zu stellen.

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