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Digitale Transformation gemeinsam gestalten

Dominic Lindner
Verfasst von Dominic Lindner
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Humankapital hat sich zu einem wichtigen Schlagwort in der Personalführung von Unternehmen entwickelt. Immer stärker erkennen Führungskräfte die Bedeutung der Mitarbeitermotivation als Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg an.

Oftmals können sich Teamleiter dabei aber die individuelle Förderung der Produktivität bei der Belegschaft nicht unbedingt als Kernkompetenz auf die Fahne schreiben. Um Unternehmen einen Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten der Überwindung dieses vermeintlichen Hindernisses zu geben, befasst sich dieser Artikel daher mit Wegen einer geförderten Mitarbeitermotivation. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Achtsamkeit und Produktivität am Arbeitsplatz, die bei der Belegschaft zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit und -bereitschaft führt.

 Die Mitarbeiter als wertvollstes Kapital – dies scheinen sich viele Unternehmen groß auf die Fahne zu schreiben.Doch nicht immer wird dies auch auf der Führungsebene tatsächlich umgesetzt. Denn obwohl man sich einig ist, dass engagierte und leistungsfähige Mitarbeiter einen der Hauptfaktoren für den wirtschaftlichen Erfolg einer Unternehmung darstellen, so bildet die Motivation der eigenen Belegschaft für viele Führungskräfte ein scheinbar unüberwindbares Hindernis. Wie kann ein Unternehmen diese Hürden also überwinden und ein Arbeitsumfeld bieten, dass zu mehr Produktivität und Gelassenheit am Arbeitsplatz einlädt? Wie kann sich ein Teamleiter die Mitarbeitermotivation als Kernkompetenz aneignen? Und wie setzt man die richtigen Maßnahmen in der Praxis am besten um?

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Können Unternehmen die Produktivität ihrer Mitarbeiter über die Förderung des Engagements steigern?

Studien, wie die des HR Report der Hays Group von 2015/16 zeigten schon: Prämiensysteme und rein materielle Anreize wie Boni motivieren nur kurzfristig und reichen längst nicht mehr aus, die Belegschaft dauerhaft dazu zu bewegen, die festgelegten KPIs im Unternehmen zu erreichen. Stattdessen baut eine gute Mitarbeitermotivation auf Individualität bei der Förderung und der Zielsetzung für jedes einzelne Teammitglied. Zusammen mit einer transparenten Kommunikation, regelmäßigem Feedback, Wertschätzung, Vertrauen, der Übergabe von Verantwortung sowie einem leistungssteigernden Arbeitsumfeld und mehr Achtsamkeit am Arbeitsplatz kann hingegen das Engagement im Unternehmen gefördert werden. Und daraus ergibt sich schließlich eine Erfolgsspirale, denn motivierte Mitarbeiter haben eine erhöhte Leistungsbereitschaft, die wiederum zu mehr Arbeitsproduktivität führt.

Warum setzen immer mehr Unternehmen auf Achtsamkeit am Arbeitsplatz?

Globalisierung, Digitalisierung, Beschleunigung: Die neuen Säulen unserer transformierenden Welt bringen viele Vorteile, führen aber auch zu Stress, Reizüberflutung, Burnout und Überforderung. Insbesondere die Mitarbeiter in Unternehmen kämpfen dabei täglich mit der Herausforderung, stetig produktiv und fokussiert zu bleiben und sich von Multitasking und Tempo nicht überrollen zu lassen. Immer längere ToDo-Listen, ständige Erreichbarkeit und zahlreiche Ablenkungen am Arbeitsplatz machen es teilweise unmöglich den Überblick zu bewahren. Für das Setzen der richtigen Prioritäten und das Treffen guter Entscheidungen benötigt es allerdings ein klares Mindset. Viele Unternehmen haben erkannt, dass dies aber nicht nur von außen, durch weniger Druck, eine gute Führungskultur oder neue Strukturen gefördert werden kann, sondern das auch bei den Mitarbeitern selbst angesetzt werden muss. Dies hat zum Pfad einer verstärkten Achtsamkeit am Arbeitsplatz geführt. Schließlich werden sich die Ursachen wie Tempo, Reizüberflutung und Globalisierung in unserer heutigen digitalen Welt langfristig nur verstärken und lassen sich nicht mehr abschaffen. Aber man kann die Symptome mindern, indem man den Umgang mit diesen Faktoren optimiert.

Führt Achtsamkeit zu mehr Leistungsfähigkeit beim Mitarbeiter?

In diesem Rahmen haben bereits viele Unternehmen erkannt, dass Achtsamkeit ihren Mitarbeitern helfen kann, eine innere Ruhe aufzubauen, die die Gelassenheit am Arbeitsplatz fördert und den ausbrennenden Autopiloten ausschaltet. Stattdessen lernen Mitarbeiter, Entscheidungen wieder bewusster zu treffen und sich nicht mehr von der Welle des Stresses überschwämmen zu lassen.  Besonders die Mitarbeiter, die sich selbst unter starken Druck setzen oder diesen von außen wahrnehmen, profitieren vom Prinzip der Achtsamkeit, da es ihre Konzentration wieder auf das Wesentliche lenkt. Statt sich beim Blick auf die ToDo-Liste gestresst zu fühlen und nur die nicht geschafften Aufgaben wahrzunehmen, erkennen sie wieder ihren eigenen Wert, indem sie ihren Blick auf das Geleistete lenken.

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Um die Leistungsfähigkeit in Form von mehr Achtsamkeit bei den eigenen Mitarbeitern zu implementieren, müssen Führungskräfte ein Gespür für die Arbeitsfähigkeit ihrer Mitarbeiter entwickeln. Dies bedeutet wiederum, dass Sie versuchen müssen Aufgaben nur insoweit zu übertragen, dass diese für Ihre Mitarbeiter auch umsetzbar sind. Verteilen Sie Zuständigkeiten, die fordern, aber nicht überfordern und geben Sie faire Zeitlimits an. Achtsamkeit bei Ihrer Belegschaft zu fördern, bedeutet in dem Sinne auch Grenzen und Ablehnungen von Aufgaben zu akzeptieren, wenn der Mitarbeiter mit seinen aktuellen Aufgaben schlichtweg überfordert ist oder bereits unter Zeitdruck steht. Oder aber auch auf E-Mails oder plötzliche Planänderung nicht eine umgehende Reaktion zu erwarten, sondern dem Mitarbeiter Zeit geben, die übertragenen Aufgaben selbst gewissenhaft zu priorisieren. Für eine erhöhte Leistungsfähigkeit muss einem Mitarbeiter Bedenkzeit eingeräumt werden, um zu realisieren, welcher der nächsten Schritte am sinnvollsten ist und ob er der übertragenen Verantwortung überhaupt gewachsen ist.

Schließlich lässt sich das Engagement und die Motivation der Belegschaft vor allem auch durch  Vertrauen gewinnen.  Der Mitarbeiter weiß selbst, wie er seine Arbeit am besten ausführt, indem er durch Achtsamkeit zur ständigen Reflektion seines eigenen Handelns angetrieben wird.

Fazit

Auch wenn zahlreiche Studien belegen, dass die richtige Mitarbeitermotivation zu mehr Engagement und Effizienz am Arbeitsplatz führen kann, ist Produktivität dennoch subjektiv zu betrachten. Eine Steigerung der Leistungsfähigkeit muss für jeden Mitarbeiter spezifisch betrachtet und Methoden individuell festgelegt werden.

Motivation ist eine unterbewusste Entscheidung, die ein Unternehmen nicht käuflich erwerben kann, sondern die beim Mitarbeiter hervorgerufen werden muss.
Es müssen also viele Ansätze getestet und Stellschrauben gedreht werden, bis der persönliche Antrieb eines Mitarbeiters gefunden werden kann. Achtsamkeit am Arbeitsplatz kann da ein erster Schritt sein, der zu mehr Produktivität und Gelassenheit im Joballtag führen kann. Denn wer seine Mitarbeiter motiviert, hin und wieder inne zu halten und das eigene Verhalten und den Umgang mit Stressfaktoren zu reflektieren, der wird langfristig Prioritäten richtig  setzen und auch in Stresssituationen und unter Druck leistungsfähig und vor allem motiviert bleiben. Das spricht für viel Arbeit und Zeit, fordert Empathie und Aufmerksamkeit. Andererseits fühlt sich der Mitarbeiter ernst genommen, respektiert und wertgeschätzt. Die Angst vor Fehlern wird losgelassen, was zu mehr Selbstsicherheit und mehr Leistungsbereitschaft führt. Allerdings sollten Sie als Führungskraft auch hier als Vorbild agieren und den Kollegen auf Augenhöhe begegnen, statt Maßnahmen nur nach dem Top-Down Verfahren zu delegieren. Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass Ihre Mitarbeiter Ihre besondere Stärke aber auch Ihre größte Schwäche sein können. Ohne eine gute Belegschaft kann kein Unternehmen erfolgreich agieren -  und wer gute Fachkräfte halten will, der muss mittlerweile mehr bieten als nur ein ordentliches Gehalt.

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