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Digitale Transformation gemeinsam gestalten

Miriam Lerch
Verfasst von Miriam Lerch

01. August 2019

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In unserer allerersten Podcast-Folge beleuchte ich die Stichwörter „Digitalisierung" oder "Digitale Transformation“, die momentan in aller Munde sind. Doch was verbirgt sich genau hinter den Begriffen?

Mit Digitalisierung sind momentan alle Veränderungen in der Wirtschaft umschrieben, bei denen technische Tools zum Einsatz kommen, um Prozesse zu automatisieren  und Produkte oder Kunden- bzw. Lieferantenprozesse zu optimieren. Insgesamt gibt es vier Bereiche im Unternehmen, die von der Digitalisierung betroffen sind:

  • Prozesse und Geschäftsmodelle
  • Produkte
  • Services
  • Kundenbeziehungen

In der Praxis ist das z.B. die sinnvolle Zusammenführung und Auswertung von verschiedenen Daten im Unternehmen. Wir reden von Big Data, was wiederum das Internet der Dinge vorantreibt. Das Internet der Dinge lässt die künstliche Intelligenz reifen und Deep Learning sich weiter entwickeln. Und nicht zuletzt der Bereich Robotik verändert Fertigungs- oder Verpackungsprozesse weiterhin enorm.

Digitalisierung oder digitale Transformation?

Doch technische Neuerungen bzw. Digitalisierung im Unternehmen allgemein ist nichts Neues. Computer und Roboter haben schon seit den 70er Jahren Einzug in die Produktion und den Dienstleistungssektor Einzug gehalten, inklusive kontinuierlicher Updates und Upgrades. Was neu ist, ist, dass mit den heute technischen Möglichkeiten z.B. aus dem Bereich Industrie 4.0 Prozesse in einem so hohen Grad automatisiert und Maschinen so intelligent vernetzt werden können, dass sich diese Veränderungsprozesse auf das ganze Unternehmen auswirken. Betrachten wir das Beispiel Robotik, weil es für viele Menschen die sichtbarste Veränderung der Digitalisierung darstellt, so kann der der Ablauf des Fertigungsprozesses durch den Einsatz von intelligenten Robotern beschleunigt, qualitativ verbessert und automatisiert werden.

Das weckt bei Einigen die Angst, dass „Roboter uns die Arbeit wegnehmen“, doch genau hier liegt der Schlüssel und die Chance der Digitalen Transformation.

Durch die Errungenschaften der aktuellen und zukünftigen technischen Möglichkeiten, wird der Mensch zum Gewinner und zur wichtigsten Ressource im Unternehmen. Denn die Bereiche, wo wir der Technik haushoch überlegen sind, sind Kreativität, Intuition, Ethik und Emotionen. Wenn Automatisierung einen Großteil der Arbeit abnimmt, sollten wir uns darauf konzentrieren, mit unseren menschlichen Fähigkeiten Dinge zu tun, die

  • Wertschöpfend,
  • Innovativ und
  • Kreativ sind.

Man kann also zusammen fassend sagen: Technologie beantwortet die Frage, WIE Digitalisierung umgesetzt werden kann, der Mensch beantwortet die Frage nach dem WARUM.

Daraus resultiert die Aufgabe, offen zu sein, stetig weiter zu lernen, Erfahrungen zu sammeln, Transparenz zu schaffen und sich zu vernetzen. Alleine kann kein Unternehmen diese tiefgreifenden Veränderungen bestehen, denn alleine kann heutzutage niemand mehr das für komplexe Problemstellungen notwendige und sich ständig weiterentwickelnde Wissen besitzen. Das bedeutet für Unternehmen wandelbar und innovativ zu sein und sich schnell veränderten Marktsituationen anpassen zu können.

Wenn ich unter diesen Gesichtspunkten auf die Begriffe Digitalisierung und Digitale Transformation zurück blicke, so würde ich diese, auch wenn sie oft vermischt werden, ganz klar trennen. Digitalisierung bezeichnet für mich dann die technische Komponente bzw. den Einsatz von digitalen Tools. Digitale Transformation als Begriff dagegen umfasst in meinen Augen sowohl die sichtbare technische Erneuerung sowie alle Bereiche, auf denen sich diese Veränderung auswirkt, inkl. der Veränderungen der Unternehmensstruktur und -kultur.

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