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Antonia Laier
verfasst von Antonia Laier
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Während bis vor wenigen Jahren die Bewerber Klimmzüge machen mussten, um an begehrte Arbeitsplätze zu kommen, fehlen heute 1.200.000 Fachkräfte in Deutschland. Das Blatt hat sich gewendet.

Jetzt bewerben sich die Unternehmen bei den besten Köpfen
Dafür bedarf es vor allem einer positiven "Candidate Experience" - und zwar ab dem ersten Miteinander-in-Kontakt Treten. Das entsteht meist über die Stellenanzeige, das Aushängeschild des Unternehmens. Was es bei Jobangeboten zu beachten und welche Stolperfallen es gerade in der Online-Welt zu vermeiden gilt, haben wir zusammengefasst.
 
Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance
Was für Bewerber gilt, trifft ebenfalls auf Unternehmen zu. Vor allem bei Firmen aus dem B2B-Umfeld, kommen die Kandidaten über die Stellenanzeige oft das erste Mal mit ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber in Berührung. Umso wichtiger also, Interessenten schon in den ersten Sekunden abzuholen und für die Stelle zu begeistern. Bewerber benötigen im Durchschnitt weniger als eine halbe Minute, um eine Stellenanzeige zu lesen. Besondere Aufmerksamkeit sollten Personaler daher auf den Header und Titel legen, da diese entscheiden, ob eine Anzeige überhaupt geöffnet wird
 
Keep it simple - and modern
Der Stellentitel einer Anzeige ist von enormer Bedeutung. Die Stellenausschreibung sollte daher so verfasst werden, dass sich der Bewerber in der Profilbeschreibung wieder erkennt. So wird eine Stellenanzeige, die als „Human Transformation Manager (m/w)“ ausgeschrieben ist, allein wegen des Jobtitels einen geringeren Rücklauf haben als der klassische „Personalleiter (m/w)“.
 
Den Standortfaktor beachten
Die Angabe eines Arbeitsortes ist bei Online-Jobbörsen ein Pflichtfeld, damit die Anzeige entsprechend mit Schlagworten versehen wird und von Bewerbern gefunden werden kann. Die beste Auffindbarkeit wird erreicht, wenn neben dem Arbeitsort, also dem Standort des Unternehmens, auch die Postleitzahl und das Bundesland hinzugefügt werden. Besonders in Ballungszentren besteht die Chance, die Sichtbarkeit der Stellenanzeige durch die richtige Verschlagwortung des Ortes zu erhöhen. So wird eine Stellenanzeige mit dem Text „am Standort Solingen (in der Nähe von Wuppertal, Düsseldorf, Essen und Köln)“ von mehr Bewerbern gefunden als eine Anzeige, die lediglich den Text „am Standort Solingen“ enthält.
 
Design matters
Der Leser nimmt als erstes das Design wahr. Ein attraktives Layout erhöht die Konversionsrate der Stellenanzeige erheblich und motiviert die Leser, sich auf die Stelle zu bewerben. Idealerweise verfügen Unternehmen über eine große Auswahl zielgruppenspezifischer Layouts in ihrem Bewerbermanagement.
 
Logik der Jobbörsen verstehen
Für Personaler ist es enorm wichtig zu verstehen, wie das Ranking auf den Jobportalen funktioniert. Ein zentraler Aspekt ist der Inhalt: Viele Jobbörsen berücksichtigen beispielsweise die in einer Stellenanzeige gefundenen Qualifikationen, um die Relevanz in Bezug auf den Stellentitel der Anzeige festzulegen. So kommt nach der genauen Stellenbezeichnung den Qualifikationen bei den meisten Portalen die zweithöchste Bedeutung im Hinblick auf das Ranking der Anzeige zu.
 
Mobile Recruiting
Gezielte Maßnahmen zur Suchmaschinen-Optimierung (SEO) auf der Karriere-Homepage, in der Stellenanzeige und auf allen Anzeigenplattformen werden 2016 ein Muss. Der Jobtitel muss von den Suchenden mit unterschiedlichen Schlagwörtern im Internet gefunden werden. Deshalb ist es von Vorteil, einen etwas breiter gefassten Begriff für die Stellenbezeichnung zu verwenden und erst in der Aufzählung der Aufgaben konkreter zu werden. Außerdem sollten Firmen beim Format der Stellenanzeigen darauf achten, dass die Ausschreibung sowohl am PC als auch auf mobilen Endgeräten lesbar ist (responsives Webdesign).
 
Xing, Facebook und Co.
Sobald die Stellenanzeige vorliegt, ist genau abzuwägen, wo beziehungsweise über welche Kanäle die Stelle ausgeschrieben werden soll. Dazu gilt es, die aktuellen Trends im HR-Bereich genauso im Auge zu behalten, wie die Zielgruppe, die mit der Anzeige erreicht werden soll. So sind Social-Media-Kanäle wie XING, Facebook oder LinkedIn gut geeignet, um jüngere Arbeitnehmer anzusprechen. Bewerber, die schon auf ein paar Jahre Berufserfahrung zurückblicken, erreichen Unternehmen dagegen eher über spezielle Branchenmedien (Nischenbörsen) und klassische Jobbörsen. Um maximale Reichweite zu erzielen, empfiehlt es sich auf Multiposting zu setzen und die Anzeige optimal zu streuen.
 
Talent Pool anlegen
Zudem empfiehlt es sich auch, einen Talent-Pool anzulegen. In einer solchen digitalen Personaldatei werden Bewerber gespeichert, die möglicherweise für ein aktuelles Projekt nicht in Frage kommen, deren Qualifikation aber in Zukunft von Nutzen sein kann. Passt einer der Bewerber aus dem Pool zu einem späteren Zeitpunkt, kann dieser gezielt angesprochen und eingeladen werden. Damit lässt sich der Aufwand für das Erstellen weiterer Stellenanzeigen minimieren und der so der gesamte Recruiting-Prozess optimieren.
 
Eine gut formulierte Stellenausschreibung ist der wichtigste Schritt für erfolgreiches Recruiting. Diese allein genügt jedoch nicht. Um aus der Masse herauszustechen, sollte die Anzeige auch in den richtigen Kanälen geschaltet und geschickt verschlagwortet sein. Bevor Unternehmen jedoch eine Stellenanzeige veröffentlichen, sollte die Karriere-Website aktualisiert werden. Sie ist und bleibt das Aushängeschild. Je sorgfältiger Unternehmen sich mit diesem ganzheitlichen Aspekt auseinandersetzen, desto größer sind die Erfolgsaussichten.

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