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Digitale Transformation gemeinsam gestalten

Lars-Peter Linke
Verfasst von Lars-Peter Linke

16. April 2019

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Professionelle Kommunikation zählt zu den Kardinaltugenden der HR-Manager im 21. Jahrhundert. Nur so kann die Belegschaft auf interne Trainingsprogramme und HR-Initiativen aufmerksam gemacht werden.

Über Bildung spricht man nicht. Zu diesem Eindruck kann man kommen, wenn man die Kommunikationsarbeit der HR-Abteilungen im eigenen Unternehmen betrachtet. Weiterbildungsangebote sind in den Augen der Verantwortlichen oft Benefits, die sowohl der persönlichen Entwicklung als auch den Unternehmenszielen dienen. „Was so gut ist, braucht keine Werbung“, denken sie sich – und liegen damit richtig falsch.

 Falsche Bescheidenheit

Die Menschen sind heute so vielen Informationen und Reizen ausgesetzt, dass einzelne Botschaften nicht genügend Kraft haben, um sich im Hirn festzusetzen. Eine E-Mail „zur Information“ oder ein Aushang am schwarzen Brett verpuffen. Wenn es später heißt: „Ach, das ist mir entgangen…“ oder „Wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt…“ liegt die Schuld nicht beim Empfänger, sondern beim Sender. Die Konkurrenz der Botschaften im Unternehmen wird immer größer. Auch Stabsstellen wie interne Kommunikation, IT, Datenschutz und Qualitätsmanagement haben mittlerweile ihre Lektion im internen Marketing gelernt und sprechen die Mitarbeiter über viele Kanäle an. In diesem Konzert ist HR oft zu leise.

Falsche Ansprache

Oft sprechen und schreiben HR-Manager über ihre Angebote in einer Sprache, die ihnen selbst am besten liegt. Sie reden gern über Partizipation, Entwicklungsprozesse, Kompetenzvermittlung und autonomes Performance Improvement. Mit diesen Worten und dieser Tonalität lassen sich Menschen allerdings nur schwer überzeugen und begeistern.

Wer ankommen und bewegen will, muss klare Worten finden – in einer Sprache, die die Zielgruppe versteht.

Das ist nicht ganz einfach: Es heißt, Inhalte abzuspecken, Botschaften neu zu formulieren und sich von lieb gewonnenen Sprachgewohnheiten zu verabschieden. Das kostet Mühe. Aber der Zeit- und Nervenaufwand lohnt: Nur wer uns wahrnimmt, kann uns verstehen. (Und umgekehrt…)

Falsches Timing

Erst kommt die Konzeption der Seminare, das Aufsetzen der Plattform und die Vereinbarung mit Geschäftsleitung und Betriebsrat. Wenn alles fertig ist, ist es für die Kommunikation oft viel zu spät. Nicht nur weil professionelle Kommunikation an fixe Deadlines und Vorlaufzeiten gebunden ist. Der Mensch braucht Zeit, um sich an Neues zu gewöhnen, Meinungen zu bilden und Vorlieben zu entwickeln. Marketingexperten wissen das und stellen sich darauf ein. So sehen wir den neuen Star-Wars-Trailer bereits im Kino, wenn der Film noch gar nicht geschnitten ist. Für die betriebliche Wirklichkeit, in der viele Trainingsangebote leider erst dann beworben werden, wenn die Terminkalender der potenziellen Teilnehmer bereits prall gefüllt sind, ist das weitgehend Zukunftsmusik.

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Falsches Selbstverständnis

Noch räumen viele Trainings- und Lernverantwortliche der Kommunikation weder ausreichenden Stellenwert, noch Bedeutung oder Zeitbudget ein. Zu oft konzentrieren sie sich auf Inhalte, Didaktik und Erfolgskontrolle. Sie sollten sich eine Weisheit des Regisseurs und Komikers Woody Allen zu Herzen nehmen: „Eighty percent of success is showing up“. Das gilt für den Erfolg des Teilnehmers ebenso wie für den Erfolg des Programms.

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