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Digitale Transformation gemeinsam gestalten

Britta Bonten
Verfasst von Britta Bonten
Softskills_annie-spratt-54462-unsplash

Wenn die Arbeitswelt digitalisiert, Prozesse automatisiert und bestimmte Tätigkeiten ohnehin von Robotern übernommen werden, gerät der Mensch selbst mit seinen persönlichen Fähigkeiten in den Hintergrund - könnte man meinen. Doch gerade jetzt kommt es auf gewisse Softskills an!

Ob Unternehmer, Führungskraft, HR-Verantwortlicher oder Mitarbeiter - mit den Herausforderungen der Digitalisierung sämtlicher Arbeitsbereiche haben alle auf die mehr oder weniger selbe Art und Weise zu "kämpfen". Aus diesem Grund widmen wir uns hier den persönlichen Fähigkeiten, die  es allen Mitarbeitern - egal welcher Hierarchie - erleichtern, in dieser Zeit des Umbruchs mit der Umstrukturierung gewohnter Arbeitsabläufe , Veränderungen, Fehlern und unvorhergesehenen Ereignissen umzugehen und seine Meinung dazu auch offen und ehrlich  kundzutun. Wir sollten unser Mindset überdenken. Welche acht Soft Skills Sie dafür unbedingt brauchen, haben wir zusammengetragen.

1. Fähigkeit: Sie loben andere. Und sich selber auch.

Wir brauchen Lob auch für Kleinigkeiten, die uns auf den ersten Blick als selbstverständlich erscheinen. Mit netten Worten oder einem Kompliment schenken Sie anderen „große Kleinigkeiten“ – etwas mehr Empathie hilft an der Stelle. Natürlich nur dann, wenn Sie es ehrlich meinen. Kosten tut’s rein gar nix.

Die amerikanische Psychologin Carol Dweck (Stanford University) konnte in Untersuchungen zeigen, dass die Kinder, die bei einem Test allein für Ihr Handeln gelobt wurden, anschließend so mutig waren und einen schwierigeren Test wählten. Sie nahmen folglich in Kauf, einige der schwereren Fragen falsch zu beantworten. Kinder hingegen, die bei dem ersten Test schlicht für ihre Eigenschaft, nämlich Intelligenz, gelobt wurden, entschieden sich anschließend für einen leichteren Test. Auch wir Erwachsene freuen uns über ein ernstgemeintes Lob für die gemachte Mühe, unabhängig vom Ergebnis. „Das erhöhe die Motivation, sich neuen Herausforderungen zu stellen“, fasst Dweck ihre Ergebnisse zusammen.

2. Fähigkeit: Sie wissen mit Kritik umzugehen!

Dies bedeutet sowohl sachliche Kritik souverän zu äußern als auch, diese in entsprechender Weise ruhig anzunehmen und weder zu leugnen noch abzustreiten. Wer austeilt, muss auch einstecken können – lautet eine Weisheit. Und genau das trifft den Kern.

3. Fähigkeit: Sie haben Mut!

Sind Sie furchtlos, neuen Herausforderungen gegenüber? Trauen Sie sich zu, auch unbekanntes Terrain zu betreten? Nehmen Sie in Kauf, dabei auch einmal auszurutschen, dann aber wieder aufzustehen und es erneut zu probieren? Sprechen Sie auch unangenehmen Dinge an? Wenn Sie beispielsweise als Führungskraft mutig agieren, dann dürfen Sie es von Ihrem Team auch erwarten! Es ist wie im Sport – man kann nicht immer gewinnen, es aber immer wieder erneut versuchen!

4. Fähigkeit: Sie sind offen für Veränderungen!

Nichts wird so bleiben, wie es war oder gerade ist – das kennen Sie von der VUKA-Welt. Mit einer offenen Grundhaltung (auch non-verbal) signalisieren Sie einen souveränen Umgang mit neuen Situationen. Sie sind bereit, sich auf diese veränderten Rahmenbedingungen einzustellen und anzupassen. Ändern können Sie diese nämlich nicht, nur die Art, auf diese zu reagieren. Vertrauen Sie auf Ihre Fähigkeiten, auf die Sie rückblickend schon erfolgreich bei Veränderung zurückgreifen konnten! Vielleicht sind Sie sogar schon routiniert im Umgang mit „Change“, dann tragen Sie es mit Humor: „Champ of Change“.

5. Fähigkeit: Sie wollen lebenslang dazu lernen!

Erinnern Sie sich noch an Ihre Kindheit, in der Sie voller Tatendrang täglich Neues aufgesaugt haben wie ein Schwamm? Haben Sie sich jedes Mal davor gefürchtet, Fehler zu machen? Oder essen Sie heute nur noch kalt, seitdem Sie sich die Hand an der heißen Herdplatte verbrannt haben? Der uns angeborene Lernprozess als Baby, Kind und Teenager begleitete uns bis zum Erwachsensein. Doch irgendwo unterwegs gingen unsere Neugier und unser Lernwille verloren. Als Erwachsene glauben wir angekommen zu sein, in einem „fertigen Zustand“: wohlgeformt, prall, satt – wie ein Lyoner Ring. Gefangen in einer Hülle. Da wir ein Leben lang bis ins hohe Alter lernen können, können wir diese Pelle ablegen und uns entfalten, neu ausrichten und wachsen. Dies hält uns elastisch, mental jung und lässt uns am Leben teilhaben. Das kann uns doch nicht „wurst“ sein!

6. Fähigkeit: Sie betrachten Fehler als festen Bestandteil des Lernens!

Matthew Syed fand mit seinem „Das Black Box Prinzip” heraus, warum manche Menschen aus Fehlern lernen und andere nicht. Es liegt daran, wie wir Fehler bewerten. Menschen, die glauben, im Laufe ihres Lebens immer mehr zu lernen und klüger zu werden, sind Fehlern gegenüber offener als solche, die glauben, dass ihre grundlegenden Eigenschaften wie Intelligenz und ihre Talente, letztlich festgelegt sind. Wer erkennt, dass persönliche Entwicklung und Erfolg eine Folge von Üben und Lernen sind, der kann Fehler und Scheitern als unvermeidlichen Aspekt eines Prozesses anerkennen.

Leitfaden: Einführen einer positiven FehlerkulturLeitfaden: Einführen einer positiven Fehlerkultur

7. Fähigkeit: Sie reflektieren über Ihr eigenes Tun!

Wie kommt es auf einmal, dass angesehene Manager und Unternehmenschefs vor den Augen und Ohren eines jubelnden Publikums darüber reden, welche Fehler ihnen in der Vergangenheit unterlaufen sind? Es lässt sich scheinbar Geld verdienen mit den Scheiter-Geschichten in sogenannten Fuck-up Nights oder FailCons. Unabhängig davon, was man von dieser Art „Fehlerbesprechung“ hält, eines haben die dort auftretenden Personen gemein: Sie sind durch den Prozess der Selbstreflexion gegangen und haben aufgearbeitet, was falsch gelaufen ist. Verschiedene Blickwinkel einzunehmen ist ebenso wichtig wie Dinge in Frage zu stellen, zu hinterfragen und diese auch mit Kollegen zu besprechen. Führen Sie doch einfach ein funktionierendes Fehlermanagement ein!

8. Fähigkeit: Sie verfügen über Resilienz!

Ganz ohne olfaktorisches Leiden lässt sich „so mancher Schmutz“ meist nicht von der Schuhsohle kratzen. Da muss man durch. Nur weil Fehler passieren, sollten wir uns aber nicht von ihnen abschrecken, komplett aus der Bahn werfen und uns niedermachen lassen. Innere Stärke, der Glaube an sich auch nach Niederlagen und eine Haltung nach dem Motto „Man darf sich auch mal irren machen die seelische Widerstandsfähigkeit aus.

Fazit:

Die eingangs zitierte Psychologin Carol Dweck unterscheidet zwischen Menschen mit einem „Fixed mindset“ und solchen mit einem „growth mindset“. Erstere denken von sich, nichts dazu lernen zu können; letztere wollen immer weiterlernen. Sie sind diejenigen, die Innovationen und Veränderungen erst ermöglichen. Setzen Sie also auf die, die ein persönliches Wachstum anstreben, die dazulernen und sich weiterentwickeln möchten.

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